Präsentation: Biokohle in verschiedenen Ländern

Im Rahmen des Projekts BARE 12 M32

Zum Abschluß des Projektes haben die Studenten eine Präsentation zur Situation in einem von ihnen gewählten Land vorbereitet und vorgeführt.

Final Presentation 2014_11_group

Das waren


Amato; Kevin Philip – Italien

Final Presentation 2014_18_KevinKevin hat sich in seiner Präsentation zunächst mit der Struktur der Energieversorgung in Italien auseinandergesetzt, um dann auf Erneuerbaren Energien einzugen.

Er hat ein Dokument der ICHAR (Italian Biochar association) aus dem Jahr 2012 ausgewertet, nach dem die italienische Regierung beabsichtigen würde, die Verwendung von Biokohle bis 2014 als Bodenverbesserungsmittel in der Landwirtschaft zu gestatten.

Er ging auch auf andere Anwendungsgebiete ein, wie die Entfernung von Schadstoffen aus Luft und Wasser, oder die Verwendung in der Dachbegrünung.

Kevin hat dann den italienischen Markt für Biokohle unter anwendung der BCG Matrix und Porter’s 5 (+ 6th) Forces analysis bewertet und Kernpunkte für den Eintritt in das Biokohle-Geschäft benannt.


Conceicao; Venceslau Elcidio – Mosambique

Final Presentation 2014_13_VencNicht ganz zufällig hat Venceslau sein Heimatland Mosambique gewählt und präsentierte die wichtigsten Daten über das Land

Die Stromversorgung beruht zu 99 % auf Wasserkraft und erreicht nicht das flache Land.

Es gibt die unterschiedlichsten Bodenarten. Sedimente mehr im Süden und im östlichen Bereich. Fruchtbare Böden für Ackerbau  gibt es eher von der Mitte des Landes bis zum Norden.

Das Klima ist tropisch und es gibt unterschiedliche Arten von Wald.

Holzkohle wird im Haushalt zum Kochen genutzt und in einfachen Erdmeilern oder gemauerten Meilern hergestellt. Diese Meiler brauchen 7 bis 10 kg Holz für ein 1 kg Holzkohle uns sind damit sehr ineffizient. Der Prozeß dauert 2 Wochen.

Die auf dem Land dezentral hergestelle Holzkohle wird in großen LkW in die kleineren Städte gebracht und in Kleinmengen an die Haushalte verkauft. In den Großstädten wird kaum Holzkohle genutzt und diese wird teilweise aus Südafrika importiert.

Es wird geschätzt, daß jährlich 14 Millionen t Holzkohle im kommerziellen Bereich vermarktet werden. Venceslau sieht ein großes Potenzial in der Anwendung von Biokohle in der Landwirtschaft und spricht sich für die Herstellung in größeren industriellen Anlagen aus.

Er berichtet von einem Projekt unter der Leitung der  »Associação Para o Desenvolvimento Sustentável« (ABIODES-BIOMASSA) mit dem in Mozambique 600.000 Bäume verschiedenster Art für die langfristige Sicherung der Holzkohle-Versorgung angepflanzt wurden.

http://www.verdade.co.mz/nacional/32112-plantio-de-600-mil-especies-exoticas-garante-producao-de-carvao-vegetal


Final Presentation 2014_07

Lily Creed sich Malaysia ausgesucht. Interessierter Zuhörer ist der Dozent Mani Suprayan, der aus Malaysia stammt.

Creed; Lily – Malaysia

Für die Präsentation von Lily war extra der SRH-Dozent für Solarenergie Mani Suprayan nach Zehlendorf gekommen, der selbst aus Malaysia stammt und Projekte im Bereich Erneuerbare Energien akquirieren will.

In ihrer Präsentation hat Lily knapp die geographisch Lage des Landes und die Struktur der Energieversorgung dargestellt. Sie ging auch auf die Palmöl-Industrie ein, die  große Mengen an Biomasse verarbeiten.

Für die Holzkohleproduktion werden die Mangroven genutzt, die in den Flußmündungen wachsen. Durch das feuchte Holz dauert der Herstellungsprozeß 30 Tage. Es werden gemauerte Meiler verwendet. Neben dem lokalen Markt werden auch große Mengen nach Japan exportiert.

Es wird auch Holzkohle aus Kokosnußschalen hergestellt, die als besonders hochwertig gilt.

Lily sprach sich für den Einstieg in das Holzkohle-Geschäft aus. Es könnten Arbeitsplätze im ländlichen Raum entstehen. Voraussetzung ist, daß kein Raubbau an den Mangroven betrieben wird.


Final Presentation 2014_27_HansHoppe; Hans-Jörg – Polen

Die Präsentation von Hans beschränkte sich auf die Darstellung des Ist-Zustands bei der Energieversorgung von Polen. Erbetrachtete die Struktur der Energiewirtschaft (basierend auf Kohle und Braunkohle) und den Strommarkt.

Energie aus Biomasse hat aktuell einen Anteil von 7% an der Primärenergie, davon die Hälfte Haushalte, die mit Holz heizen und kochen.

Biomasse kann als Zusatzbrennstoff in Großkraftwerken eingesetzt werden, was mit 20 €/MWh gefördert wird.

 


Machnitzke; Ruediger – Deutschland

Final Presentation 2014_09_RüdigerRüdiger ist von der allgemeinen Situation in Deutschland ausgegangen (Energieverbrauch, Fläche, Einwohner). Er wies auf die wichtigsten Lieferanten hin: Paraguay an erster Stelle, zusammen mit Argentinien die Hälfte des Imports.

Er ging dann auf die Sequestrierung von CO2 aus Groß-Kraftwerken durch Verpressen im Untergrund ein und verglich es mit der Speicherung von Biokohle im Boden.

Er wies auf die Einbindung in des Europäische System des Handels mit Emissionen hin. Ein Schwachpunkt bei Biokohle sei die fehlende Zertifizierung auf EU-Ebene, das Voraussetzung für die Beteiligung am Handel mit Zertifikaten sein würde.

Er wies darauf hin, daß eine Certifizierung auch eine Kontrolle der prozeßbedingten Emissionen und eine Qualitätskontrolle der Produkte umfassen müßte


Mbakassi; Natchi Ofélia Correia – Angola

Final Presentation 2014_16_Natchi Natchi hatte sich für Angola entschieden und Daten über das Land und den Energiemarkt zusammengestellt. Über die Beschreibung der verschieden Klimazonen und Bodenarten gelangte sie zur Situation bei der Produktion und Verwendung von Holzkohle.

Wasserkraft spielt einer große Rolle bei der Stromversorgung, die aber nicht sehr stabil ist. Holzkohle spielt eine wichtige Rolle beim Kochen und Heizen.

Die Holzkohle wird teilweise noch in traditionellen gemauerten Meilern hergestellt, aber es sind auch schon moderne Retorten mittlerer Größe im Einsatz.

In kleinem Maßstab sind in Bauern als Hersteller von Holzkohle tätig. Sie verkaufen ihr Produkt direkt an Haushalte in der Umgebung oder an Zwischenhändler, die es in der Stadt verkaufen.

Man kann noch nicht von einer industriellen Produktion reden. Natchi hat sich auch Gedanken gemacht, ob es in Angula die Grundlage für ein „Charcoal Business“ gibt und wie man eventuell ein Geschäftsmodell in Verbindung mit »Terra preta« aufbauen könnte.


Muñoz Castañer; Alejandra – Brasilen

Final Presentation 2014_25_Alex_ClaudiaAlejandra ging in ihrer Präsentation von der Energiesituation in Brasilien im Allgemeinen aus und gabe einen Überblick über die einzelnen Energiequellen und die Struktur des Verbrauchs.  Sie ging speziell auf die Rolle von Zuckerrohr ein, das unter den Erneuerbaren Energien eine bedeutende Rolle spielt (38 %). Der Anteil von Holz und Holzkohle liegt bei 20%.

Brasilien ist weltweit einer der bedeutendsten Hersteller von Holzkohle (9% der Weltproduktion). Davon verbraucht die Industrie 8,7 Mio t jährlich, was einem Anteil von 90 % entspricht. Der restliche Teil wird zum Kochen und Grillen genutzt.

Die Holzkohle stellt eine Belastung für die Wälder dar und man nimmt an, daß mehr als 10% aus illegalen Quellen stammen.

Die Holzkohle ist verbunden mit unmenschlichen Arbeitsbedingungen und die Technik ist einfach. Es gibt keine Qualitätskontrolle.

Unvermeidlich in Brasilien muß auf „Terra Preta“ eingegangen werden, da das Gebiet, in dem das entdeckt wurde, in Brasilien liegt.


Claudia presentingSousa; Claudia Madalena de – Namibia

Claudida begann mit einem Vergleich der sehr unterschiedlichen Nachbarländer Südafrika und Namibia. Beide Länder haben einen hohen Anteil Kohle im Energiemix, wobei Namibia 2/3 siner Energie aus Wasserkraft produziert.  Auch die Biomasse-Potenziale sind sehr unterschiedlich.

Die Auswertung aktueller Studien zeigt, daß in Namibia 100 Millionen ha für Biomasseproduktion zur Verfügung stehe. Für ein Projekt, das Grundlage der Präsentation war, würde 1 Million ha genutzt um aus einem Radius von 50 Km ein 20 MW Kraftwerk mit Hackschnitzeln zu versorgen.

Sie wies insbesondere auf das Problem eines invasiven Strauchs hin, der in den ariden Gebieten schnell wächst und regelmäßig beseitigt werden muß. Dies könnte ihrer Meinung nach eine relevante Ressource für die dezentrale Herstellung von Biokohle sein.

Download PDF:

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*