Pflanzenkohle-Puristen

Das, was international (englisch) »biochar« genannt wird, wird auf Deutsch als »Biokohle« wiedergegeben. Aber es gibt Leute, die damit Probleme haben und deshalb den Begriff »Pflanzenkohle« eingeführt haben. Das wurde von Wikipedia übernommen und eine Weiterleitung von »Biokohle« eingerichtet. Die Sprachregelung wurde von Anbietern weitgehend übernommen.

Es hat sich ein »Fachverband Pflanzenkohle« gegründet und es gibt verschiedene Websites, die aber nicht in jedem Falle eine Verbindung zu dem Fachverband haben.

Aus der Definition des Fachverbands geht nicht klar hervor, worin der Unterschied zu »Biokohle« bestehen könnte. Weder aus den Rohstoffen, noch aus den Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich eindeutige Kriterien.

Indirekt kann man vermuten, dass die nicht pyrolytischen Verfahren (HTC, Vapothermale Carbonisierung) ausgeschlossen werden sollen.

Auch schon vor der Postulierung der Pflanzenkohle waren die Anforderungen an Biokohle sehr hoch und lehnten sich an Prinzipien des ökologischen Landbaus an. Vor allem sollte dem Verdacht entgegengewirkt werden, es würden Ablälle verwendet. Trotz der strengen Richtlinien des Europäischen Biokohle Certifikats (EBC), die von vielen Produzentn mangels Alternativen akzeptiert werden, steht immer die Behauptung einer illegalen Entsorung im Raum.

Im Prinzip spricht nichts dagegen, wenn das Rohmaterial Substanzen enthält, die unter den Bedingugen der Pyrolye zurstört oder verdampft werden. Bei Wasser (Feuchtigkeit) sieht das niemand als Problem an. Aber auch ein holziger Rückstand aus biologischem Anbau enthält eine Menge von leichtflüchtigen Alkoholen, organischen Säuren und anderen organischen Substanzen.

Wenn das natürliche Substanzen sind, sind sie erlaubt, wenn sie »künstlich« sind, selbst wenn es ökologische Naturfarben sein sollten, aber verboten.

 

 

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