State-of-the-art soil

nature, Nummer 517 | 15 Januar 2015 Seite 258–260

Ein dreiseitiger Beitrag in der renommierten Fachzeitschrift »nature« beschäftigt sich mit dem Phänomen der Biokohle und seiner wissenschaftlichen Durchdringung. Es gäbe die Hoffnung, daß Biokohle für die Landwirte von Nutzen sein könnte, vor allem in Afrika und anderen Entwicklungsländern, wo man schlechte Böden vorfände. Es wird Johannes Lehmann, ein Bodenspezialist von der Cornell University in Ithaca, New York zitiert, der meint, daß Biokohle das »einzigartige Potenzial hätte, einige der größten Probleme der Bodengesundheit auszugleichen, die sich negativ auf die Erträge auswirken, wie beispielsweise in sandigen Böden bei hohen Niederschlägen.«

Rebecca Barnes, eine Biogeochemikerin vom Colorado College in Colorado Springs, hat festgestellt, daß Biokohle in Sand, durch den das Wasser normalerweise rasch abläuft, viel besser zurückgehalten wird und andererseits in lehmigen Böden dreimal so schnell wie normal abläuft. Es gäbe Studien, die zeigten, daß Pflanzen mit Biokohle besser wachsen würden als in normalem Boden oder sagar nach Anwendung von Kompost.

Biokohle werde in den USA für 3$/kg angeboten, was etwa der Preis von Kunstdünger, aber deutlich mehr als für Kompost sei. Die Herstellung von Biokohle sei möglicherweise nur dann wirtschafltich, wenn sie mit dem Anbau von Energieflanzen gekoppelt erfolge. Damit stelle sich die Frage nach Nachhaltigkeit bei der Produktion des Ausgangsmaterials.

Der Beitrag auf der Web-Site enthält eine Liste von Links zu früheren Ausgaben von nature, in denen das Thema teilweise kritisch betrachtet wurde.

Die zitierten Quellen sind direkt mit einem Abstract verlinkt und man kann die Vollversion dann über die üblichen Wege erwerben.

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