Dr. Martin Ekenberg

Dr. Martin Ekenberg

Auch die deutsche Wikipedia nennt Ekenberg nur als Erfinder der Briefbombe, erwähnt aber nicht seine Forschungen zur Nassverkohlung von Torf und nur einige seiner anderen Erfindungen, für die er viele Patente hielt.

Martin Birger Natanael Ekenberg alias Justus Felix (geboren am 12. März 1870 in Töreboda; gestorben am 7. Februar 1910 in London)

Ekenberg wurde 1870 im südwestschwedischen Töreboda als Sohn einer Zigeunerin und eines Krämers geboren. Er studierte Chemie und Maschinenbau an der Universität Stockholm und promovierte an der Albertus-Universität Königsberg mit einer Arbeit zum Fettgehalt der Kuhmilch. 1900 wurden seine „Untersuchungen und Experimente zur Bestimmung der Möglichkeit einer mechanischen Fischreinigung“ mit dem Polhems-Preis ausgezeichnet.

Nassverkohlung von Torf

Noch Ende des 19. Jahrhunderts entdecke Ekenberg, dass sich Torf leicht entwässern lässt, wenn er unter Druck auf etwa 180 °C erhitzt wird. Es wurde eine Versuchsanlage in Stafsjö in Schweden gebaut, die von der Regierung finanziert wurde.

Ekenberg war der Ansicht, dass er in England eher Investoren für sein Verfahren finden würde und siedelte nach London über.

In einem Vortrag  berichtet er 1909 über seine Entwicklungsarbeit. Der Vortrag wurde in der Zeitschrift »Iron & Steel« komplett abgedruckt. Ein kurzer Auszug erschien in der Zeitschrift  »Engineer«, beide auf Englisch.

Eine deutsche Fassung erschien 1910 in Dinglers Polytechnischem Journal in zwei Teilen unter dem Titel: Nassverkohlung nach Ekenberg.

Teil 1 : 1910, Band 325 (S. 151–154)

Teil 2 : 1910, Band 325 (S. 199–202)

Ein Beitrag im der Polytechnischen Schau beschreibt die Situation in der Torfindustrie. Auszug zum Torf.

Die internationale Torfindustrie verfolgte die Arbeiten Ekenberg mit grosser Aufmerksamkeit. Verschiedene Bücher über Torfgewinnung erwähnten das Verfahren.

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