Blankenburg (Harz) Holzverkohlungsanstalt

Die Aktiengesellschaft Harzer Werke zu Rübeland und Zorge erzeugte die für ihre Hochöfen benötigte Holzkohle in einer eigenen Verkohlungsanlage, in der 80 Arbeiter monatlich 250 t Holzkohle, 10 t Rohholzgeist, 30 t essigsauren Kalk und Holzpech als Nebenprodukt. Der etwa 50 Meter hohe und l Meter breite in den Kalkfelsen eingearbeitete Schornstein hat die Zeit überdauert. Der 6 Meter hohe gemauerte Abschluss des Schornsteins ist Ende des 2. Weltkrieges zerstört worden.

 

Quelle: Dennert-Tanne (Tafel

 

Meilerplatz / Meilerköhte

Bis in die
Neuzeit war
man auf den Einsatz
von Holzkohle als Reduktionsmittel
bei der Metallgewinnung, beim Schmelzen
und Schmieden der gewonnenen Metalle angewiesen
Zwei Verfahren kannte die Köhlerei seit alter Zeit,
nämlich die Grubenköhlerei und die Meilerköhlerei.
Das Verhältnis betrug 25 zu 75 %, drei Vierte! aller Holzkohlen
waren Grubenkohlen. Bezogen auf den Erzeinsatz wurde
das 2 bis 3-fache an Holzkohle verbraucht


Text der Tafel 23

 

Helenenruh

An
dieser Stelle
„ Helenenruh“
genannt, kreuzt der
Kaiserweg den Wiedaer
Hüttenweg, auf dem der im
Wieda-Zorger Bergbaurevier
geförderte Roteisenstein auf
Pferdekarren zu den Hoch-Öfen der
Hütten in Wieda und Zorge gebracht wurde.
Wir befinden uns hier mitten im
ehemaligen Eisenbergbaurevier, dessen
wichtigste Betriebspunkte nicht weit von hier
entfernt am Waeschkopf, am Kirchberg, im Steigertal
( Petersilienkopf ), nördlich von hier am Kaiserwege sowie
auf der Jeremiashöhe lagen.
Die Verhüttung der einheimischen Erze
mit Holzkohle erwies sich in der zweiten Hälfte
des vorigen Jahrhunderts als nicht konkurrenzfähig.
So musste der letzte Hochofen der Zorger Hütte 1895
ausgeblasen werden, und auch der Bergbau auf „Roteisen­
stein” kam zum Erliegen.


Text der Tafel 6

Mehr dazu:

http://www.dennert-tanne.de/

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