Ministerin Karliczek lobt in Ghana die Biokohle

Professor Kwabena Frimpong-Boateng, Minister für Umwelt, Wissenschaft, Technologie und Innovation (rechts) bei der Unterzeichnung des Vertrags in Accra mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (links)

Die offizielle Website der Regierung von Ghana (ghana.gov.gh) berichtet mit Datum vom 30. Juli über den Besuch von Bildungsministerin Karliczek in Ghana.

Es wurde ein Vertrag über den Bau einer »400-kilowatt demonstration hybrid waste to energy«-Anlage unterzeichnet, die in der Ashanti-Region in der Nähe von Kumasi gebaut werden soll. Dazu heisst es:

The overall objective of the project, which fits into the country’s renewable energy plan imbedded in the 31 Nationally Determined Commitments, in response to the Lima Call for Action, is to develop waste into energy using hybrid solar PV, biogas and a pyrolysis plant.

Ministerin Karliczek verwies auf die 12.000 t Abfall, die in Ghana täglich anfallen und sagte, dass die daraus gewonnenen Produkte, wie Biokohle aus der Pyrolyse und das Digestat der Biogasanlagen die Grundlage weiterer Geschäftsideen werden könnten. (Touching on the socio-economic benefits, she said, the byproducts such as biochar and digestate from the pyrolysis and anaerobic digestion process could be used to generate business spin-offs.)

Prof. Frimpong-Boateng betonte, dass die Nutzung von Biomasse in Form von Rest- und Abfallstoffen nicht nur eine weitere Quelle regenerativer Energie sei, sondern dass dadurch auch der Ausstoss von Klimagasen in Ghana vermindert werde. Er wünschte sich eine weitere Zusammenarbeit im Deutschland im Bereich der Wiederfruchtbarmachung von erschöpften Böden, der Reinigung von Gewässern und dem Schutz der Artenvielfalt.

Die Vereinbarung ist die Weiterführung eines Definitionsprojekts, das 2018/19 unter der Bezeichung ENGHACO Energize Ghana by Utilization of Cocoa Pod Husks  durchgeführt wurde. Von deutscher Seite war die SRH-Hochschule Berlin beteiligt und es haben im September 2018 Konferenzen in Accra und Kumasi stattgefunden. Im Januar 2019 kamen Experten aus Ghana zu einer Konferenz nach Berlin. Übersicht über die Aktivitäten in Ghana und Deutschland.

Eine ausführliche Beschreibung des Projekts mit der Liste der beteiligten Institutionen und Firmen ist über eine Seite bei Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA) zu erreichen.

https://www.fona.de/de/aktuelles/nachrichten/2019/ghana-wie-aus-muell-energie-wird.php

 

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